HOLZOFENBROT – EIN ALTER BRAUCH

 

Eine vornehmliche Art der bäuerlichen Arbeit war das Brotbacken.

Bei uns im Wirtshaus wird das Brot noch nach alter Tradition im alten Holzofen gebacken.

Eigene Hausmühlen waren damals eher selten. Franz Rennhofer fuhr zur Lohnmühle und ließ sich sein eigenes Getreide mahlen und nahm es dann wieder mit nach Hause.

Der Sauerteig (vom letzten Backen zurückbehalten) wird am Vortrag angerührt. Dadurch entsteht ein sogenanntes „Dampfl“. Am nächsten Morgen in aller Früh wird geknetet. Das Heizen des Backofens ist eine eigene Wissenschaft. Ist die richtige Hitze erreicht, so wird die Glut mit der Ofenkruche herausgezogen. Mit dem Ofenwischer, welcher aus nassem Tannenreisig besteht, wird noch vor dem Einschießen des Brotes das Ofeninnere gereinigt. Damit keine Hitze verloren geht, wird dieser Ablauf schnell abgewickelt.

Brot stellte früher mit einem Glas Most eine Hauptnahrung der bäuerlichen Bevölkerung dar.

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